Teilungserklärung

Teilungserklärung

Nach § 8 Absatz 1 des Wohnungseigentumsgesetzes, kann ein Eigentümer sein Anteil am Grundstück einer Eigentumswohnanlage so aufteilen, dass seine Miteigentumsanteile am Sondereigentum (siehe Miteigentumsanteil, Sondereigentum in diesem Glossar) mit seinem Wohnungseigentum und seinem nicht zu Wohnzwecken geltenden Teileigentum verbunden sind, wenn das Wohnungseigentum und das Teileigentum nach § 8 Absatz2 des Wohnungseigentumsgesetzes in sich abgeschlossen sind (siehe Abgeschlossenheit in diesem Glossar). In dieser Teilungserklärung, die dem Grundbuchamt zugewiesen werden muss, erfolgt die Abteilung und Zuordnung der Gebäude und Grundstücksanteile zum Sondereigentum und zum Gemeinschaftseigentum sowie die Anzahl der Miteigentumsanteile und die Ausweisung eines möglicherweise vorhandenen Sondernutzungsrechtes (siehe Sondernutzungsrecht in diesem Glossar).  Dieser Fall wird auch Begründung des Wohnungseigentums durch eine Teilungserklärung genannt. Handelt es sich nach § 3 Absatz 1 des Wohnungseigentumsgesetzes um eine Erbengemeinschaft und um keinen einzelnen Wohnungseigentümer, erfolgt die Begründung des Wohnungseigentums durch einen Einräumungsvertrag. Der Einräumungsvertrag regelt die Grundstücksaufteilung in Miteigentumsanteile und stellt die Verbindung von möglichem Sondereigentum an zu Wohnzwecken oder nicht zu Wohnzwecken dienenden Räumen her. Die Änderungen werden in das Grundbuch eingetragen. Die Änderung der Teilungserklärung und des Einräumungsvertrages bedürfen der Zustimmung aller Eigentümer.