Sondernutzungsrecht

Sondernutzungsrecht

Nach § 13 Absatz 2 des Wohnungseigentumsgesetzes, steht jedem Eigentümer lediglich ein Mitgebrauchsrecht am Gemeinschaftseigentum zu. Die Größe des jeweiligen Miteigentumsanteiles (siehe Miteigentumsanteil in diesem Glossar) ist dabei unerheblich. Durch eine Vereinbarung aller Eigentümer kann aber das Mitgebrauchsrecht am Sondereigentum so beschränkt werden, dass für einzelne Eigentümer ein Sondernutzungsrecht der Gemeinschaftsflächen, zum Beispiel für die Vergrößerung einer Terrasse auf dem Gebiet des Gemeinschaftseigentums, ausgehandelt werden kann. Die Mitbenutzung dieser Flächen durch die restlichen Eigentümer wäre dann ausgeschlossen. Die restlichen Eigentümer bleiben allerdings weiterhin Besitzer der wartungs- und kostenpflichtigen Gemeinschaftsflächen, auf die sich das Sondernutzungsrecht bezieht. Durch einen Mehrheitsbeschluss können Eigentümer aber auch neuerdings bestimmen, dass die Unterhaltungskosten dieser Sondernutzungsflächen einzig und allein den Eigentümern obliegt, die durch ihr Sondernutzungsrecht allein von den Nutzflächen Gebrauch machen.