Pachtvertrag

Pachtvertrag

Ein Pachtvertrag organisiert das Rechtsverhältnis zwischen dem Eigentümer und Pächter. Im Gegensatz zum normalen Mietverhältnis, darf der Pächter zum Beispiel in Kleingärten durch den Anbau von Obst und Gemüse diesen Ertrag ohne ein zusätzliches Entgelt für sich selbst beanspruchen. Das gilt auch für Gasthäuser, die Erträge durch Bewirtung erzielen und in der Regel gepachtet sind. Dies gilt auch für die landwirtschaftliche Pacht und der damit zu erzielenden Ernte von Lebensmitteln und der Aufzucht von Viehbestand und dem damit verbundenen Ertrag. Der auf dem Pachtland oder der Parzelle erzielte Ertrag steht also dem Pächter allein zu. Pachtverträge werden auf lange Zeit geschlossen. Bei der Pacht von landwirtschaftlichem Grund und Boden beträgt die Dauer der Pacht in der Regel neun bis 18 Jahre. Ab einer Dauer von zwei Jahren Pachtzeit wird ein schriftlicher Pachtvertrag geschlossen. Ehemals waren die Verträge durch das Landpachtgesetz geregelt, heute erfolgt die Erfassung und Regelung im Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 593 BGB). Ein Pachtvertrag kann auch durchaus auf Lebenszeit des Pächters geschlossen werden. Stirbt der Eigentümer des Grund und Bodens, der Parzelle oder des Gasthauses und geht das Eigentum auf einen neuen Besitzer über und der Pachtvertrag hat noch Gültigkeit, erlischt der Pachtvertrag nicht, sondern behält seine Gültigkeit. Insbesondere die Verpachtung im Bereich der Landwirtschaft ist ein weit verbreitetes Geschäft, die Vermittlung von Land erfolgt oft über den Eigentümer durch einen speziellen Makler (siehe Makler in diesem Glossar).